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Cut

Bei einem ideal geschliffenen Diamanten wird das einfallende Licht
reflektiert und gebrochen, wodurch Feuer, Brillanz und das Funkeln im Stein
entstehen. Der Schliff dient dazu, die bestmögliche Lichtreflexion im Diamanten
zu erzielen.

Bei der Schliffbeurteilung wird der Diamant vermessen und jede Facette
begutachtet. Der Brillantschliff ist der meist erforschte und durchdachte
Schliff von Edelsteinen und auf die physikalischen Eigenschaften des Diamanten
abgestimmt. Über mehrere hundert Jahre hinweg entwickelt, wurde er erst im 20. Jahrhundert perfektioniert
und der moderne Brillantschliff, wie wir ihn heute kennen, entwickelt.

Schliff vs Form

Der Schliff ist entscheidend für die Brillanz eines Diamanten. Er sollte
jedoch nicht mit der generellen Form eines Diamanten verwechselt werden. 

Eine exakte Schliffbewertung wird ausschließlich bei Diamanten im
Brillantschliff gemacht. Alle anderen Formen – wie Marquise, Baguette, Oval
oder Emerald- erhalten keine Schliffgraduierung im klassischen Sinn, sondern werden nur
hinsichtlich Symmetrie und Politur beurteilt. 

Die Bewertung eines Diamanten im Brillantschliff ist daher die
umfangreichste und durch viele vorgegebene allgemein gültige Werte die
objektivste Bewertung. 

 

Colour

Die Farbstufen des Diamanten beschreiben das Vorhandensein oder Fehlen
eines gelblichen Farbstichs im Diamanten. Während die meisten Diamanten für das
ungeübte Auge farblos erscheinen, weisen viele davon in der Regel leichte
gelbliche Farbtöne auf. Die bekannteste Bewertung der Farbe erfolgt nach einer
Skala von D-Z. Diese wurde von dem Gemmological Institute of Amerika (GIA)
entwickelt. In Europa wird auch die Terminologie der CIBJO verwendet,
die von Hochfeines Weiß+ bis Getönt bewertet.

Das Farbschema D-Z graduiert ausschließlich weiße Diamanten. Andere Diamantfarben wie
Rosa, Blau und seit einiger Zeit auch Brauntöne gehören zu der Gruppe von
„fancy diamonds“ bzw. „fancy colours“. Diese sind sehr begehrt und teilweise
sogar teurer, als ein weißer Diamant. Sie werden aber in ihrer Farbe nach einem
anderen Schema bewertet. Hier wird auf Farbe und Intensität geachtet. Wie schon
bei der Schliffbewertung von „Fancy Cuts“ , ist auch die Farbbewertung von
„Fancy Colours“ subjektiver und ist stark vom persönlichen Farbwunsch abhängig.

Carat

Das Carat ist eine Maßeinheit für das Gewicht eines Diamanten. Durch das Schleifen des Diamanten verliert der Rohstein viel Gewicht. Daher werden Brillanten mit zunehmender Größe deutlich teurer, da sie umso mehr Rohgewicht besitzen müssen.

Auch Labordiamanten benötigen für ein größeres Wachstum länger, als für weniger Carat. Da es jedoch um ein Vielfaches schwieriger ist einen natürlichen Diamanten in schleifbarer Qualität mit hohem Rohgewicht zu finden, wirkt sich das Caratgewicht bei diesen deutlich mehr auf den Preis aus, als bei der laborgezüchteten Version.

0.02ct
1.7mm
0.03ct
2mm
0.05ct
2.4mm
0.10ct
3mm
0.15ct
3.4mm
0.20ct
3.8mm
0.25ct
4.1mm
0.50ct
5mm
0.75ct
5.7mm
1.00ct
6.4mm
1.25ct
6.9mm
1.50ct
7.3mm
1.75ct
7.7mm
2.00ct
8.1mm
3.00ct
9.1mm
4.00ct
10.2mm
5.00ct
11mm

Das Karatgewicht eines Brillanten lässt zusätzlich darauf schließen, wie groß der Stein im Durchmesser ist. Das ist bei der Auswahl des Steins oft das wichtigere Kriterium.

Clarity

Die Reinheitsstufe eines Diamanten basiert auf der Anzahl, Größe und
Position der Einschlüsse, die natürlicherweise in einem Diamanten vorkommen.
Diese Merkmale können mikroskopisch klein oder mit freiem Auge zu sehen sein. Sie sind gleichzeitig eine Art "Fingerabdruck" des Diamanten, da das Innere eines jeden Steins keinem anderen gleicht.

Die Reinheit wird nach dem GIA auf einer Skala von „Flawless“ bis „Included“ bewertet. Die CIBJO verwendet in Europa eine Skala von "lupenrein" bis "Piqué III". Die Merklmale werden dabei unter 10-facher Vergrößerung
beurteilt.

Es empfiehlt sich, die Reinheit zunächst mit bloßem Auge zu beurteilen und den Stein anschließend unter Vergrößerung zu betrachten, um die vorhandenen Merkmale genauer zu untersuchen.

FL
Flawless
IF
Internally Flawless
VVS1 - VVS2
Very Very Slight
Inclusions
VS1 - VS2
Very Slight Inclusions
SI1 - SI2
Slight Inclusions
I1 - I2 - I3
Imperfect